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Tierschutz in Portugal - Armut tötet!!!


 

Die unten stehenden Tiere sind alle gerettet und in Sicherheit. Ein abschließender Bericht fogt in Kürze.




Die Not in Portugal wird größer, die Wirtschaftskrise packt das ganze Land. Am schlimmsten sind wie immer die sowieso schon armen Menschen und natürlich die Tiere betroffen. Unsere Portugiesen brauchen dringend Hilfe.

Unsere gute Seele Teresa beherbergt in ihrem privaten Tierheim ständig ca. 100 Hunde und ca. 50 Katzen. Zur Zeit sind es mehr, denn es kommen immer wieder Notfälle dazu. Vor kurzem bekam sie einen weiteren Hilferuf. In einer Tötungsstation, 70 Km von Teresas Tierheim entfernt, sollte es mehrere Hunde geben, die unsagbar leiden müssten und nur noch auf den Tod warteten.

Normalerweise versucht Teresa Jemanden zu finden, der für sie die Hunde dort heraus holt, denn obwohl sie schon jahrelang aktiven Tierschutz in Portugal leistet, kann sie das Leid nur schwer sehen und ertragen. Doch es gab Niemanden, der ihr an diesem Tag die Last hätte abnehmen können. Also machte sich Teresa alleine in die Tötungsstation auf.

Als sie dort ankam, sah sie nur furchtbares, unbegreifbares Leid. Die Hunde sind hier Nummern, nichts wert. Ob einer von ihnen verletzt ist, interessiert hier Niemanden. Ein Mitarbeiter der Tötung erzählte ihr, dass Jemand in der letzten Nacht eine Plastikkiste mit einer Hündin und ihren beiden Welpen zurückgelassen hatte. Doch Niemand hatte sich um die Tiere gekümmert, sie standen immer noch draußen in der Kälte, ohne Futter und ohne Wasser. Die Welpen wirkten schon völlig teilnahmslos und halbtot. Auch der Mutter schien es nicht gut zu gehen. Auf den Fotos sehen sie die Mutter "Bloom" mit ihren Babys, leider hat es nur der helle Rüde "Champion" geschafft! Teresa packte die Kiste mit den Hunden schon einmal "sicher" in Ihren Wagen.

  

Sie ging weiter und was sie sah, konnte sie kaum fassen, der Anblick war unerträglich. Doch Teresa musste stark bleiben, schließlich wollte sie einigen Hunden helfen, da müssen die eigenen Gefühle außen vor bleiben. Nie war ihr das so schwer gefallen wie hier und jetzt. Teresa hatte schon viel gesehen, schließlich rettet sie seit Jahren die ärmsten Tiere in ihrem Land. Doch dieses geballte Leid, die flehenden Augen der Tiere, die seltsame Stille in der Tötung, so etwas Schreckliches hat sie selten erlebt. Ein fürchterlicher Gestank lag in der Luft. Und obwohl hier so viele Hunde waren, war es sehr ruhig. Denn viele der Tiere hatten keine Kraft mehr, sich bemerkbar zu machen.

In einem kleinen Zwinger sah sie Violeta, sie lag bereits im Sterben. Sie war nur noch ein mit Haut überzogenes Gerippe. Violeta ist eine Deutsch-Kurzhaarhündin. Die Tiere bekommen hier in der Tötung teileise etwas Futter und Wasser, doch Violeta konnte nicht an die Näpfe, denn der Kampf ums Futter ist hier heftig und die liebe Hündin konnte sich nicht gegen die anderen Hunde durchsetzen. Sie musste seit Wochen gehungert haben. Teresa bestand darauf, auch Violeta mit ins Tierheim zu nehmen. Die Wärter belächelten sie, da sie der Hündin eh keine Chance mehr gaben.


    

In einem weiteren Zwinger stand die kleine Kuanza. Ihr "nach Hilfe rufender" Blick ließ Teresa nicht mehr los. Sie entschied sich, auch Kuanza mit in ihr Tierheim zu nehmen. Eine weitere schwarze Hündin und eine winzige weiß-braune Hündin hatten an diesem Tag ebenfalls Glück und durften mit in Teresas Tierheim reisen.

  
Nun wollte Teresa die Tötung schnell wieder verlassen. Sie weiß, dass auch Sie nur bedingt Plätze zur Verfügung hat. Und die Vermittlungen in Portugal werden seit der Wirtschaftskrise immer schwieriger.

Auf dem Weg nach draußen sah sie einen kleinen, engen Gitterkäfig. In diesem Käfig saß eine kleine schwarz-weiße Hündin. Ihr fehlte ein halbes Hinterbein, aus der Wunde tropfte sogar noch Blut. Teresa war klar, dass die Kleine die nächste Todeskandidatin werden sollte. Und wie hier die Tiere getötet werden, das möchte Niemand von uns genau wissen. Teresa sagte den Wärtern, dass sie diese Hündin noch mitnehmen möchte. Doch das wollten die Wärter nicht. Für sie war dieser Hund Müll und die Tötung war bereits vorbereitet. Teresa flehte sie an und bettelte förmlich darum, sie mitnehmen zu dürfen. Die Wärter hatten schließlich ein Einsehen und so konnte Teresa auch diese Hündin namens Melody mitnehmen.

    

Teresa nahm an diesem Tag insgesamt 6 Hündinnen und zwei Welpen mit.

Sie fuhr zurück und konnte ihre Tränen nicht mehr halten. Sie hatte den Wagen voller Hunde, deren Überleben nicht sicher war. Sie dachte an die Hunde, die sie zurück lassen musste. An die hilflosen, flehenden Blicke. Sie war wütend und tieftraurig zugleich.

An diesem Tag war in Portugal Feiertag, für Teresa gab es aber nichts zu Feiern. Sie wollte nur einen Tierarzt finden, der ihr half, die Hunde zu behandeln. Das war sehr schwierig, aber Teresa erreichte zum Glück einen guten Tierarzt, der zu ihrem Tierheim fuhr. Melody bekommt Antibiotika und eine Salbe, aber das Beinchen heilt scheinbar gut ab. Die Welpen wurden sofort auf Wärmflaschen gelegt, leider hat das kleine Mädchen es trotzdem nicht geschafft. Sie starb noch in der Nacht.

Violeta, die Deutsch-Kurzhaarhündin, muss nun ganz langsam aufgepäppelt werden. Sie bekommt Vitamine und kleine Portionen Futter mehrmals am Tag. Aber sie macht sich, sie scheint es zu schaffen. Am selben Abend konnte sie, wahrscheinlich zum ersten Mal in ihrem Leben, seelenruhig in einem Körbchen mit einer Decke einschlafen. Und genau das sind die Momente, die uns und natürlich besonders Teresa Kraft geben, um weiter im Namen der Tiere zu kämpfen.

Teresa entschuldigt sich immer bei uns, wenn sie uns ihre Erlebnisse erzählt, aber wir möchten wissen, was dort los ist. Sie hat kaum Jemanden, mit dem sie darüber reden kann. Bilder in der Tötung durfte sie nicht machen, man muss ja das "Gesicht wahren" und so etwas will man nicht öffentlich machen. Doch Teresa hat die Bilder im Kopf und wird noch lange damit zu kämpfen haben.

Die Not in Portugal ist so groß, dass sich sogar die Familien an Teresa wenden. Eine Familie bat um Hilfe für Katzenfutter. Teresa fuhr dorthin, um der Familie Futter zu bringen. In den Schränken war absolut Nichts mehr, keine Nahrung. Nur ein wenig Katzenfutter hatte die Familie noch. Natürlich werden diese Familien nun auch von uns unterstützt. Es ist so tragisch, der Vater verlor seinen Job und bald werden sie obdachlos sein, da sie kein Geld mehr für die Miete haben. Auch die Kinder von 8 Monaten, 4 und 7 Jahren werden kein Zuhause mehr haben.

Und diese Hilferufe häufen sich zur Zeit. Familien, die ihre geliebten Tiere hergeben müssen, weil sie nicht einmal sich selbst ausreichend ernähren können. Wir schicken vor Weihnachten noch einen Hilfstransport mit Futterspenden, Kleidung für Erwachsene und Kinder, Spielzeug etc. nach Portugal. Aber auch im neuen Jahr werden solche Dinge dringend gebraucht und wir hoffen auf weitere Sachspenden. Auch Decken brauchen wir im Moment dringend, denn es ist für Portugal zur Zeit sehr kalt (ca.8-10 Grad).

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