Besucher:

30.11.2012: Unsere zweite Spendenfahrt nach Polen

 

Wir haben wirklich nicht damit gerechnet, dass der Wagen wieder voll sein wird... wir haben Futter und viele Sachspenden bekommen, sodass wir wieder voll beladen nach Polen fahren konnten. Wir haben uns sooo gefreut, denn wir wussten, dass gerade im Winter, vor Weihnachten, die bedürftigen Tiere und Menschen es wirklich nicht leicht haben.

  


Diesmal war die Fahrt anstrengender, weil die Straßen teilweise glatt waren und es auch viel geschneit hat. Wir waren über zwölf Stunden unterwegs, sodass wir erst gegen neun Uhr morgens in Polen angekommen sind.

Die Freude bei der Ankunft, die vielen wedelnden Schwänzchen, ließen uns die Müdigkeit kurz vergessen, doch wir fielen kurze Zeit nach nach der Begrüßung völlig übermüdet ins Bett.

In der Zeit räumten Alina und ihr Mann den Wagen aus. Und wieder gab es sooo viele so tolle Sachen: Futterspenden, Bettchen, Leinen, Körbchen, Kissen, Decken uvm.

  


Sie stellten die Sachen ins Zimmer und wir erlebten ein Déjà-vu: die Katzen spielten wieder verstecken und erkundeten die Sachen ausgiebig. Jeder wollte vor allem in ein gespendetes Körbchen hinein. Vor allem die kleinen Welpchen wollten unbedingt in das Körbchen und trugen gespendete Spielzeugsachen mit hinein. Wir amüsierten uns die ganze Zeit, denn die Tiere freuten sich sooo sehr über das Spielzeug, die Körbchen und Kisten, in die sie so gerne die ganze Zeit gekrabbelt sind.

  

  


Unter den gespendeten Sachen war ein Weihnachtsbaum. Wir stellten ihn in die Ecke und die Futterspenden daneben und fühlten uns, als wäre bereits Weihnachten und als hätten wir die tollsten Geschenke bekommen. Und die Tiere freuten sich mit uns.

  

Gegen Nachmittag packten wir die fünf Hunde ein, die mit nach Deutschland reisten: Perua, die 7 Jahre alte Hündin, die ihr ganzes Leben draussen in einer kaputten Hundehütte verbracht hatte, Emma, ein Welpchen, dessen Mama kurz vor der Geburt ausgesetzt wurde und Suri mit ihren beiden kleinen Welpchen Lina und Lupo, die zwischen Bierdosen in einer alten Scheune auf die Welt gekommen waren, wo sie den Winter nicht überlebt hätten.

    


Die Fahrt verlief ruhig. Alle Tiere schliefen friedlich, als ob sie wüssten, dass sie sich jetzt keine Sorgen mehr machen müssen, denn sie wurden in Deutschland von liebevollen Menschen sehnsüchtig erwartet.

Agnieszka, meine Freundin aus Polen, schrieb mir kurz nach unserer Rückkehr:

"ich habe alle sachen von dir, die ich nicht hätte verkaufen können, letztens zu einer bedürftigen, bettelarmen familie gebracht. sehr, sehr arme menschen. erwachsene und viele kinder ... ich habe ihnen alte bettbezüge gegeben, bettlaken, Anziehsachen, die schon sehr abgenutzt und alt waren. die frau sagte, sie kann nähen und wird alles verwenden können. stell dir vor: alle setzten sich vor die kartons, haben die sachen angeguckt und geweint, ich weine auch gerade, während ich das schreibe. die menschen haben vor glück geweint, sie sind so arm, dass sie alles davon gebrauchen werden, weil sie es einfach umnähen ... sie haben sich so gefreut, als hätten sie ganz neue sachen bekommen ... sag bitte tino, dass sie den menschen soooo helfen ... und das so kurz vor weihnachten, so eine schöne geste ... sie sind alle richtig ausgeflippt dort, sie haben die sachen anprobiert, die kinder lachten laut und tanzten, die frauen weinten die ganze zeit. sie haben sich tausend mal bedankt und konnten es nicht fassen, dass sie mal so viel glück haben werden, dass ihnen so etwas tolles passieren wird ..."

Wir danken allen Menschen, die uns geholfen haben, die zweite Fahrt nach Polen möglich zu machen, vom ganzem Herzen und freuen uns auf weitere Fahrten, und viieeele weitere Hunde, denen wir Hoffnung geben werden können!!