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*** Unser 2. Seminar mit Irina Junges: "Sozialkontakte feat. Leinenpöbler" am 15.09.2013 ***

Bei diesem Seminar waren die Plätze sehr schnell belegt, auch einige bekannte Gesichter waren wieder dabei, um das Erlernte vom letzten Seminar fortzusetzen.

Nach einem Begrüßungskaffee machte Irina wieder eine kleine Vorstellungsrunde. Wir sprachen in der Runde über verschiedene Fragen: "Wie finden Sozialkontakte unter Hunden statt?", "Möchten unsere Hunde Kontakt mit fremden Hunden aufnehmen?" oder "Wie kann ich meinem Hund die sozialen Kontakte angenehm gestalten?". Wir diskutierten über diese Fragen, um anschließend am "lebenden Beispiel" die Verhaltensweisen der Hunde zu sehen.

Irina hatte ihre Schäferhündin Betty dabei, sie hatte jahrelang in einem Zwinger in Ungarn gesessen. Betty ist ein sehr souveräner Hund und von ihr konnten wir an diesem Tag noch sehr viel lernen.

Auf einer abgetrennten Wiese brachte Irina nach und nach verschiedene Hunde einzeln mit Betty zusammen. Die Körpersprache der Hunde war sehr detailgenau und oft konnten wir Teilnehmer fast nicht erkennen, wie die Hunde miteinander kommunizierten, Irina machte uns auf die Feinheiten aufmerksam und erklärte Einiges dazu.

Es war wahnsinnig interessant, besonders weil einige Hundebesitzer dachten, dass ihr Hund mit Betty aneinander geraten könnte, weil er/sie sich normalerweise sehr dominant und aufdringlich gegenüber anderen Hunden zeigte. Doch als die Hunde dann zusammengeführt wurden, passierte oft gar Nichts. Zum einen lag es daran, dass Betty sehr geübt in Sozialkontakten mit anderen Hunden ist, und zum anderen zeigte Irina den Besitzern, wie sie ihrem Hund die nötige Sicherheit geben können, damit dieser nicht gezwungen ist, sich oder sein Rudel zu verteidigen.

Sehr gut beobachten konnten wir alle, dass es für die meisten Hunde keine Freude war, mit den anderen Hunden Kontakt aufzunehmen. Sie zeigten anhand ihrer Körpersprache, dass sie eigentlich gar kein Interesse daran haben, sich mit anderen Hunden "bekannt" zu machen.

Ganz wichtig war die Erkenntnis für uns Hundebesitzer, dass ein Hund in seiner Welt niemals "falsch" handelt. Fremdhunde sind für jedes Hunderudel erst einmal eine Gefahr, sie haben sich innerhalb eines bestimmten Umkreises nicht zu nähern. Nun war es an diesem Tag unsere Aufgabe, den Hunden verständlich zu machen, dass sie dies nicht für uns klären müssen, sondern, dass wir als Besitzer die Autorität besitzen, dies für unser Rudel zu regeln.

Auch beim Spaziergang im Gelände gab es sehr interessante Begegnungen mit Pferden, anderen Hunden, Fahrrädern, Joggern. Obwohl einige Hunde, die uns begegneten, sogar bellten, blieben alle Hunde, die am Seminar teilnahmen, ruhig. Es war mal wieder wunderschön, spannend, lustig und lehrreich, wir konnten sehr viel mitnehmen.

Auch an diesem Sonntag gab es wieder viele "Aha-Erlebnisse", strahlende Gesichter, Freudentränen und erschöpfte Hunde und Hundebesitzer. Einige haben sich schon für die nächsten Seminare angemeldet. Wir sind sehr gespannt darauf, was wir noch Alles lernen werden.

Danke an alle Teilnehmer, an die Hundewiese und an Irina Junges und Riccarda Kreickmann!

Hier eine Diashow vom Seminar auf Youtube (bitte klicken).